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ohne Spieß) eine Mahlzeit, Knöpfle oder Spätzle bereite, und sie stellten
während dem Essen Todesbetrachtungen an. 'Joh', sagte der Allgäuer
und seufzte recht von unten 'rauf, ''s ischt e Sach, wenn mer bei sich so
recht bedenkt, daß mer zum letzten Mohl in seim Leben z'Mittag ißt.' Und
wieder seufzte er und sagte: ''s ischt e Sach! ' und der Knöpflesschwab
fing an, still vor sich hin zu flennen, wobei er jedoch des Essens nicht
vergaß. Als aber der Allgäuer zum dritten Mal ganz erschrecklich tief
seufzte und sagte: ''s ischt e Sach!' da fingen sie alle an, so erbärmlich
zu flennen und zu heulen, daß es einen wilden Heiden hätte erbarmen
können. Der Nestelschwab allein ließ sich das Sterben nicht zu Herzen
gehen; denn, sagte er, mein Mutter hat mir oft gesagt, daß mein
Stündlein gar niemals kommen würde. Heulte aber dennoch aus gutem
Willen zur Gesellschaft mit. Als sie aber endlich nicht mehr konnten, fiel's
ihnen doch ein, daß es Zeit sei, ihre Schlachtordnung herzurichten;
dabei gab es aber allerlei Span und Zwietracht. Der Allgäuer sagte, er
sei bislang emmer der vorderscht gwe, 's wär jetzt Zeit, daß er au emohl
der henterscht sei, und es soll der Blitzschwob voran. Der meinte aber:
'Curasche han i gnueg ein Leib, aber net Leib gnueg for d'Curasche und
dehs Bescht von Ongheuer.' Der Spiegelschwab wischte sich die Nase
am Ärmel und tat den Vorschlag, es solle doch wohl besser sein, wenn
einer für alle sterbe, und meinte, der Knöpflesschwab könne ihnen
diesen kleinen Gefallen tun; der aber schrie Zetermordio, als habe ihn
das Ungeheuer schon am Schlafittich. Und so sprachen und stritten sie
noch eine Weile hin und her, bis sie sich friedsam einigten und hurtiglich
mit ihrem Spieße vorwärts schritten, gerade auf den Wald zu, wo das
Untier hausen sollte. Ehe sie den erreichten, kamen sie an einen Rain
davor, da saß ein Has und machte ein Männlein und streckte die langen
Löffel in die Höh; das war den Schwaben grauentlich anzuschauen, sie
hemmten darum ihren Schritt, hielten Rat und besannen sich, ob sie
vorwärts rücken und aufs Untier einrücken sollten mit lang
vorgestrecktem Spieß, oder ob sie sich zur Flucht wenden sollten; doch
hielt jeder fest am Spieß. Da nun der Veitle hinten am meisten in
Numero Sicher war, schwoll ihm der Kamm, und er schrie dem Schulzen
zu, der vorne stand:
'Stoßt zue in älter Schwobe Name, Sonscht wünscht i, daß ihr möcht
erlahme!'
Der Hans, des Veitle Gehlfießlers Vordermann, Knöpflesschwab,
spottete der Curasche des Veitle, indem er sagte:
'Beim Element, du hoscht guat schwätze, Du bischt der letscht beim
Drachahetze!'
Dem Michel sträubte die Herzhaftigkeit das Haar empor, er blickte gar
nicht hin nach dem Ungeheuer, sondern sprach mit abgewandtem
Gesicht, indem er den Ärmel seinem Gesicht näherte:
'Es wird net fehle um a Hoar, So ist es wohl der Teufel gar!'
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