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Das aber glaubte der Junker nicht, sondern blieb bei seiner Meinung, sie
seien Strolche und Diebsgesindel, und ließ sie in das Häusle, das ist ins
Gefängnis stecken.
'So geht's in Schnitzlebutz Heusle, Doh singet und tanzet die Meusle
Und bellet die Schnecken im Heusle -'
hat der Blitzschwab im Häusle gesungen, aber ganz still, wie ein Mäusle.
Es hatte aber der Junker erst Tags zuvor, da ihn das Zipperlein plagte,
den löblichen Entschluß gefaßt, ein Zuchthaus zu stiften zum Schrecken
aller Gauner und Tagediebe, zu Nutz und Frommen der Bürgerschaft
und zur Aufklärung des gemeinen Volkes. Da kamen ihm die sieben
Schwaben eben recht. Sonst war er ein gar frommer und milder Herr, der
sogar seinen eigenen Bauern nicht mehr Wolle abschor, als er eben
nötig hatte, um sich selbst warm zu kleiden. Befahl daher auch, daß man
den Gefangenen Nahrung reichen solle, so weit sie des bedürften. Der
Spiegelschwab aber, der ihn wohl kannte und wußte, daß Schmalhans in
dessen Küche und Keller hauste, legte seinen Plan darauf an, welchen
er den Gesellen mitteilte. Wie also der Scherg mittags eine große Pfanne
voll kleiner Klöße, die sie Milchspätzle nennen, brachte, sprach der
Blitzschwab zum Knöpflesschwaben: 'Die ghairet wohl for di?' Der
Scherg meinte, das sei wohl für alle genug. Der Knöpflesschwab aber
sagte, er wolle lugen, ob's für ihn lange, setzte sich und aß die Pfanne
allein aus, so daß kein Krümchen noch Bröckchen übrigblieb. Der
Scherg erschrak und lief zum Junker, meinend, man müsse für die
Landstreicher eine ganze Braupfanne voll Spätzle auf einmal kochen,
und das sei, dünke ihn, noch nicht genug. Da ging der Junker von und
auf Kronburg in sich und meinte, er sei dem schwäbischen Kreis und der
Menschheit kein so großes Opfer schuldig, daß er sich aushungern
lassen sollte in seinem Schloß um einiger weniger Strolche willen.
Stracks wurden die sieben in Freiheit gesetzt, nur daß ihnen der Junker
noch einen Steckbrief mit auf den Weg gab, um andere Behörden und
Kerkerknechte pflichtschuldigst vor des Knöpflesschwaben großer
Freßsucht zu warnen.
Nach mehr als einem andern Abenteuer, das zu viel wäre zu erzählen,
gelangten die Schwaben an einen großen See, und da sagte der
Seehaas, der ihn gleich erkannte: 'Des ischt der Bodesee.' An dessen
Ufer sollte, wie die Sage ging, das gefährliche Ungeheuer hausen,
welches zu bekämpfen und zu erlegen die sieben Schwaben sich
bekanntlich fest vorgenommen hatten. Da sie nun des Sees ansichtig
geworden und zugleich des Waldes, in dem das Ungeheuer sich aufhielt,
man wußte nicht, war es ein greulicher Lindwurm oder ein
feuerspeiender Drache, so fiel ihnen zumeist das Herz in die Hosen, sie
machten Halt und zündeten ein Feuerlein an, auf daß der
Knöpflesschwab noch zu guter Letzt (denn wer konnte wissen, ob das
Untier sie nicht allesamt mit Haut und Haar verschlingen werde, mit oder
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