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Das Märchen von den sieben Schwaben

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Stauden herausgefunden, kam ein Bräuer aus München des Wegs, der trieb  ein  Rudel  Borstenvieh  vor  sich  her,  und  man  konnt's  ihm  auf hundert Schritt ansehen, wes Landes Kind er war.  Blieb groß und breit stehen, als er die sieben mit dem Spieß erblickte, und zog ein Gesicht, als wollt er die wackern Leut auslachen. Gleich war der Blitzschwab vor ihn  her  und  fragte  protzig:  'Was  luegscht  Gsell?  Hoscht  du  noh  koan Schwohbe geseah?'   'O genug', gab jener zurück, 'bei mir daheim auf der Malzdarre laufen sie zu  Tausenden  herum.'  Meinte  spottweise  die  schwarzen  Käfer,  also geheißen, weiß keine Menschenseele warum. Das war genug, um dem Blitzschwab,  der  zu  Zeiten  giftig  war  wie  ein  Maifrosch,  die  Laus  über den  Grind  laufen  zu  lassen.  Machte  sich  an  den  Bayer  heran  und  gab ihm  flugs  eine  Watschel,  daß  jenem  die  Augen  hell  aufblitzten  und  die Ohren summten just eben so wie die große Hornisse. Der Bayer, nicht faul, langte mit den Armen weitmächtig aus, um dem Schwäblein auch eine zu versetzen; und es wär auch eine gewesen, an die er sein Lebtag gedacht  hätte.  Nun  war  aber  der  Blitzschwab  ein  putziges  Kerlchen, drehte  sich  auf  einem  Beine  siebenmal  herum  und  hatte  sein  Lebtag nichts besser gelernt als das Ausreißen. So kam es, daß der Bayer gar mächtiglich  in  die  Luft  schlug,  sich  um  und  um  drehte  wie  ein  Kreisel, stolperte  und  zu  Boden  stürzte  wie  ein  Wiesbaum.  Das  half  ihm  zum Garaus;  der  Blitzschwab  stürzte  über  ihn  her  wie  ein  Queckenhamster und  packte  ihn  an  der  Gurgel,  während  die  andern  Hände  und  Füße hielten und lustig darauf lostrommelten. Er wäre ihrer aber doch letztlich noch Herr geworden, weil er ein großer starker Kerl war, wäre nicht auch der  Allgäuer  über  ihn  hergefallen  wie  ein  Maltersack.  Da  mußte  er Abbitte tun, wohl oder übel, denn das Häuflein ließ nicht eher locker und ledig.   Und es geschah, daß die guten Gesellen auf ihrer Weiterreise an einen weiten  blauen  See  kamen,  so  dünkte  es  ihnen,  denn  es  war  alleweil etwas dämmerig geworden, der schlug Wellen im Wind, und droben an seinem Abhang standen die sieben Schwaben und lugten hinunter, wie sie wohl am geschwindesten über diesen See kommen möchten. Es war aber  kein  Wasser  da  drunten,  sondern  ein  Feld  voll  Flachses,  der  so recht in seiner schönsten blauen Blüte stand.   'Hotz  Blitz!'  rief  der  Blitzschwab,  'was  ischt  doh  z'tuan?  Über  des  wild Wasser müßet mer nüber. '   'Allgäuer,  trag  du  es  nüber,  wie  der  hoilich  Krischdof  ed  Pilgersleut', sagte der Seehaas.   'Bygott!'  antwortete  der  Allgäuer,  'ins  Wasser  gieng  i  wohl,  wenn's  net tiefer  gieng  als  an  de  Hals.'  Der  Nestelschwab  griff  mit  der  Hand  an seinen  Hosenbund,  das  edle  Kleidungsstück  festzuhalten,  daß  es  ihm nicht  entfalle,  während  er  mit  der  andern  Hand  schwimmen  täte;  dem Knöpflesschwab war das Ding gar nicht einerlei, er lugte scharf, ob kein
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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