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Reihe hintereinander, daß sie schier aussahen wie angespielte Lerchen.
Voran ging der Herr Schulz, der Allgäuer, als der mannlichste unter
ihnen, dann kam der Jockele, genannt der Seehaas, hierauf der Marle,
genannt der Nestelschwab, dem folgte der Jerkle, war der Blitzschwab
geheißen, hernach ging der Michel, Spiegelschwab zubenamset, dann
kam der Hans, Knöpflesschwab, und zuletzt kam Veitle, das war der
Gelbfüßler. Der Herr Schulz wurde der Allgäuer geheißen, weil er aus
Allgau gebürtig war; der Seehaas hatte am Bodensee gesessen; der
Nestelschwab führte darum seinen Namen, weil er statt der Knöpfe
Nesteln hatte, er mußte aber bei den Hosen fast immer mit der Hand
nachhelfen und halten, dieweil die Nesteln oftmalen abgerissen waren.
Der Blitzschwab hieß also, weil er sich die Redensart: 'Hotz Blitz!'
angewöhnt hatte. Der Spiegelschwab hatte die Gewohnheit, seine Nase
allezeit an dem Vorderteil seiner Jacke abzuputzen, die davon einen
gewissen Spiegelglanz annahm; das schaffte jenem den saubern
Namen. Knöpflesschwab war ein Mann, der verstand, gute Knöpfle oder
Spätzle zu kochen, das ist im bayerischen Deutsch Knötel und im
sächsischen Deutsch Klöße. Der Gelbfüßler endlich war aus der
Bopfinger Landschaft, deren Einwohner die Umwohner Gehlfießler
schimpfen. Darum, daß sie einstmals einen Wagen voll Eier, den sie
ihrem Herzog als Abgabe bringen müssen, recht voll stampfen wollen,
und die Eier mit den Füßen festgetreten, davon denn die Eier etwas
weniges zerbrochen und die Füße der Bopfinger gegilbt hätten.
Zogen nun die sieben allesamt gutes Mutes mit ihrem Spieß dahin,
kamen eines Heumondtages in der späten Dämmerung über eine grüne
Wiese, da hob sich eine Hornisse nicht weit von ihnen mit feindlichem
Gebrummel hinter einer Domhecke hervor und flog vorüber. Darob
erschrak der Schulz, Allgäuer, mächtiglich und begann Angstschweiß zu
schwitzen und schrie seinen Kriegsgesellen zu: 'Horchet! Der Feind
drommelt schoh!' Da schmeckte der Jockele, der dicht hinter dem
Schulzen ging, einen üblen Geruch und rief: 'Wohl! Wohl! 's ist ebbes in
der Näche! I schmeck schaun's Pulver!' Da nahm der Herr Schulz
Reißaus, ließ den Spieß fahren und sprang über einen Zaun, kam aber
gerade auf die Zinken eines Rechens zu springen, und da fuhr ihm der
Stiel ins Gesicht und gab ihm einen ungewaschenen Schlag. Der Schulz
vermeinte, der Feind haue auf ihn ein, und schrie: 'Gieb Bardohn! i ergeb
me.' Die andern sechs waren nachgesprungen über den Zaun, und da
sie ihren Anführer also schreien hörten, so schrien sie alle: 'Ergibscht du
de, noh ergeb i me au! Ergibscht du de, noh ergeb i me au!' Aber es war
niemand vorhanden, der die sieben Schwaben gefangennehmen wollte;
und da sie das merkten, schämten sie sich ihrer wenigen Herzhaftigkeit
und verschwuren sich, diese ihre erste Heldentat nicht weiterzuerzählen.
Weiter so kamen die sieben Schwaben auf ihrem Zuge in einen
Hohlweg, und wie sie so tapfer darauf losmarschierten, merkten sie
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