Titel:

Das Märchen von den sieben Schwaben

Beschreibung:  Ein Märchen von Ludwig Bechstein
english
  
ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>|
  Wir empfehlen:       
 

Das Märchen von den sieben Schwaben   Es waren einmal sieben Schwaben, die wollten große Helden sein und auf Abenteuer wandern durch die ganze Welt. Damit sie aber eine gute Bewaffnung   hätten,   zogen   sie   zunächst   in   die   weltberühmte   Stadt Augsburg und gingen sogleich zu dem geschicktesten Meister allda, um sich   mit   Wehr   und   Waffen   zu   versehen.   Denn   sie   hatten   nichts Geringeres  im  Sinne,  als  das  gewaltige  Ungetüm  zu  erlegen,  das  zur selben Zeit in der Gegend des Bodensees gar übel hausete. Der Meister staunte   schier,   als   er   die   sieben   sah,   öffnete   aber   flugs   seine Waffenkammer,  die  für  die  wackeren  Gesellen  eine  treffliche  Auswahl bot.  'Bygott!'  rief  der  Allgäuer,  'send  des  au  Spieß?  So  oaner  wär  mer grad   reacht   zume   Zahnstihrer.   For   mi   ischt   e   Spieß   von   siebe Mannslengen  noh  net  lang  genueg.  '  Drob  schaute  ihn  der  Meister wiederum an mit einem Blick, der den Allgäuer beinahe verdroß. Denn dieser lugte zurück mit grimmigen Augen, und bei einem Haar hätt's was gegeben, wenn der Blitzschwab nicht just zur rechten Zeit sich ins Mittel gelegt.  'Hotz  Blitz!'  rief  er,  'du  hoscht  Reacht  und  i  merk  doin  Maining: Wie älle siebefor oin, sofor älle siebe noh oin Spieß. ' Dem Allgäuer war dies nicht ganz klar, aber weil's den andern just eben recht, so sagte er: 'Joh.' Und der Meister fertigte in weniger als einer Stunde den Spieß, der sieben Mannslängen maß.   Ehe  sie  aber  die  Werkstatt  verließen,  kaufte  sich  jeder  noch  etwas Apartes,   der   Knöpflesschwab   einen   Bratspieß,   der   Allgäuer   einen Sturmhut  mit  einer  Feder  drauf,  der  Gelbfüßler  aber  Sporen  für  seine Stiefel,  indem  er  bemerkte:  solche  seien  nicht  nur  gut  zum  Reiten, sondern  auch  zum  Hintenausschlagen.  Als  der  Seehaas  sich  endlich einen  Harnisch  gewählt,  pflichtete  ihm  der  Spiegelschwab  in  solcher Vorsicht  vollkommen  bei,  meinte  aber,  es  sei  besser,  den  Harnisch hinten als vorn anzulegen. Und kaufte sich ein altes Barbierbecken aus der   Rumpelkammer   des   Meisters,   groß   genug,   um   seine   untere Kehrseite zu bedecken. 'Merk's:  han i Curasche und gang i voran, noh brauch i koan Harnisch, goht's aber hintersche und fällt mer d'Curasche anderswohnah, noh ischt der Harnisch an seinn reachte Blatz.'   Und nachdem die sieben Schwaben wie ehrliche Leute alles richtig bis auf Heller und Pfennig bezahlt, auch als gute Christen bei St. Ulrich eine Messe gehört und zuletzt noch beim  Metzger am Göppinger Tore gute Augsburger Würste eingekauft hatten, so zogen sie zum Tor hinaus ihres Weges weiter. Den Spieß aber hielten sie alle sieben und gingen in einer
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Mit Vertrag über die abschließen...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsges...
Wettbewerbsrecht, Markenrecht und Kartellrecht
 
   
 
     
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>| 

Diese Seite ist Bestandteil folgender Projekte: CopyrightedBy.com, Märchen Sammlung.

Zurück zu Themenseiten:
CopyrightedBy.com/Startseite/Autoren/B/Bechstein
Märchen Sammlung/Startseite/maerchen/maerchen_d

Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache.
   
  english  |  Bookmark setzen  |  Webseite weiterempfehlen  |  Impressum